Das ist im Leben hässlich eingerichtet

Hermann Riedel

Das ist im Leben hÃĪßlich eingerichtet,

Daß bei den Rosen gleich die Dornen steh'n,

Und was das arme Herz auch sehnt und dichtet,

Zum Schlusse kommt das Voneinandergeh'n.

In deinen Augen hab' ich einst gelesen,

Es blitzte drin von Lieb' und GlÞck ein Schein:

BehÞet dich Gott! es wÃĪr' zu schÃķn gewesen,

BehÞet dich Gott, es hat nicht sollen sein! --

Leid, Neid und Haß, auch ich hab' sie empfunden,

Ein sturmgeprÞfter mÞder Wandersmann.

Ich trÃĪumt' von Frieden dann und stillen Stunden,

Da fÞhrte mich der Weg zu dir hinan.

In deinen Armen wollt' ich ganz genesen,

Zum Danke dir mein junges Leben weih'n:

BehÞet dich Gott! Es wÃĪr' zu schÃķn gewesen!

BehÞet dich Gott, es hat nicht sollen sein! --

Die Wolken flieh'n, der Wind saust durch die BlÃĪtter,

Ein Regenschauer zieht durch Wald und Feld,

Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter,

Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.

Doch wend' es sich zum Guten oder BÃķsen,

Du schlanke Maid, in Treuen denk' ich dein!

BehÞet dich Gott, es wÃĪr zu schÃķn gewesen,

BehÞet dich Gott, es hat nicht sollen sein! --