Im Mondschein

H. von Herzogenberg

Das Mondlicht scheint in Fülle

Mit der Gestirne Glast:

Wir gehen froh und stille

Und halten uns umfaßt.

Und von der Nacht Gewande

Strömt mächtig über die Lande

Und löset alle Bande

Der Thau der süßen Rast.

O Zauber ohne Ende!

So göttlich bist du nicht,

Als wenn mein Lieb die Hände

Mir um den Nacken flicht.

Von jener goldnen Ferne

Wend' ich die Augen gerne --

Mir leuchten nur zwei Sterne,

Und doch mit hell'rem Licht.