Knabentod

Wolf, Hugo

Vom Berg der Knab, der zieht hinab

In heissen Sommertagen;

Im Tannenwald, da macht er halt,

Er kann sich kaum noch tragen.

Den wilden Bach, er sieht, ihn jach

Ins Tal herunterschäumen;

Ihn dürstet sehr, nun noch viel mehr:

Nur hin! wer würde säumen!

Da ist die Flut! O in die Glut,

Was kann so köstlich blinken!

Er schöpft und trinkt, er stürzt und sinkt

Und trinkt noch im Versinken!