Ach, im Maien war's, im Maien

Wolf, Hugo

Ach, im Maien war's, im Maien,

wo die warmen Lüfte wehen,

wo verliebte Leute pflegen

ihren Liebchen nachzugehn.

Ich allein, ich armer Trauriger,

lieg' im Kerker so verschmachtet,

und ich seh' nicht, wann es taget,

und ich weiß nicht, wann es nachtet.

Nur an einem Vöglein merkt' ich's,

das da drauß im Maien sang;

das hat mir ein Schütz getödtet

geb' ihm Gott den schlimmsten Dank!