Sehnsucht

J. Abenheim

Kennst du der Sehnsucht Schmerzen

Tief im Herzen?

Ein glühend Verlangen,

Ein ewiges Bangen,

Ein ewiges Streben!

Wie Qual und Lust

So still in der Brust

Mit tiefem Beben

Sich innig verweben!

Weit in die Ferne,

Himmelwärts,

In den Kreis der Sterne

Sehnt sich das Herz.

Ein schöner Morgen

Bricht glühend heran;

Doch der Liebe Sorgen

Zerstören den Wahn.

Ach, dass es doch bliebe,

Dies Paradies!

Der Wahn der Liebe

Ist gar so süß.

Es ist der Gottheit lebendiger Strahl,

Und das Leben entflieht mit dem Ideal.