Triumph, ihr Himmel
J. Ahle
Triumph, ihr Himmel, freuet euch,
Ihr hellen Sterne, glänzet!
Der Siegesfürst zeucht in sein Reich,
Mit Lorbeer schön bekränzet.
Des Himmels Zier,
Gold und Saphir
Bedienet Jesum nach dem Leiden;
Triumph, er fähret auf in Freuden.
Der Herrscher redet nur ein Wort,
So muss die Wolk' ihn tragen.
Darauf fährt er gen Himmel fort
Gleich als auf einem Wagen.
Und setzet sich
Höchst ritterlich
Zur Vaters Rechten nach dem Leiden.
Triumph! da herrschet er mit Freuden.
Er schleußt sich nicht ins Himmelszelt
Wie jemand in sein Zimmer.
Er ist dennoch in aller Welt,
An allen Orten immer.
Er schützt und trägt,
Er nährt und pflegt,
Hat Achtung auf der Seinen Leiden.
Triumph! Er hilfet durch mit Freuden.
Der Bräut'gam Jesus bricht die Bahn,
Die Braut bald heim zu führen.
Es ist um kurze Zeit getan,
So lasset er sich spüren
In Wolkenpracht
Und Königsmacht,
Sein Reich den Seinen zu bescheiden.
Triumph! wir gehn ins Reich der Freuden.
Herr Jesu, weil ich noch sitz' hier
In dieser Erden-Lauben,
So ziehe du mich selbt nach dir
Durch deinen Geist im Glauben.
Mein Auge steht
Zu dir, Magnet.
Ich lasse mich von dir nicht scheiden,
Bis du mich bringst ins Reich der Freuden.
Ich seufze stets: Wenn komm' ich hin,
Da ich dein Antlitz sehe?
Da ich wie du verkläret bin
Und vor dem Throne stehe,
Da Lebenssaft
Und Himmelskraft
Mir soll die Seel' und Sinnen weiden?
Triumph! bald fahr' ich hin mit Freuden.
Mein Leben soll auch gleicher Art
In allen Trübsalstränen
Als eine stete Himmelfahrt
Nach dir sich herzlich sehnen.
Kommt Angst und Not,
Kommt gar der Tod,
So wend' ich mich zu deinem Leiden.
Triumph! denn fahr'ich auf mit Freuden.