Was mag doch diese Welt

J. Ahle

Was mag doch diese Welt

Mit ihrem Prast so prangen?

Weil nichts denn Stich hier hält,

sollt's gleich am Himmel hangen.

Alles, was irdisch, muss endlich vergeh'n,

Musica bleibet in Ewigkeit steh'n.

Wo bleibt Gewalt und Macht

Mit ihrem Trotz und Pochen?

Dort lieget Ehr' und Pracht

Bei faulen Totenknochen.

Alles, was irdisch, muss endlich vergeh'n,

Musica bleibet in Ewigkeit steh'n.

Was kann Geld, Gold und Gut

Für Herzenskraft uns geben,

Wenn schwinden Sinn und Mut,

Sich schleußt dies arme Leben?

Alles, was irdisch, muss endlich vergeh'n,

Musica bleibet in Ewigkeit steh'n.

Die zart' Aprilengunst

Der Hohen und Patronen

Ist oft nur blauer Dunst,

Nicht würdig dreier Bohnen.

Alles, was irdisch, muss endlich vergeh'n,

Musica bleibet in Ewigkeit steh'n.

Die Kunst und Weisheit fällt,

Die Schönheit Zeit zerreibet.

Ja, was nur in der Welt

Mit nichten ewig bleibet?

Alles, was irdisch, muss endlich vergeh'n,

Musica bleibet in Ewigkeit steh'n.

Drum lach' ich dieser Welt.

Ein Tor mag sich verlieben

In Pracht, Ehr', Gut und Geld.

Ich will die Musik üben,

Weil sie, wenn alles zu Grunde muss gehn,

Dennoch im Himmel wird ewig bestehn.