Was säumest du dich doch
J. Ahle
Was säumest du dich doch,
O Mensch, was machest du?
Nimmst du nicht an das Joch,
Das Joch der süßen Ruh',
In welchem du recht pflügest,
Zur Tugend dich verfügest,
In welchem du bestehest
Und nach dem Himmel gehest.
Willst du nicht nach dem Wort
Erscheinen vor dem Herrn?
Liebst du nicht, was dich dort
Erhöhet an die Stern'?
Anschaue deinen Lehrer,
Sei seines Wortes Hörer;
Das wird dich unterrichten
Und vielen Jammer schlichten.
Die Zeitlichkeit vergeht,
Was sichtbar ist, fällt hin.
Das Wort allein besteht,
Das bringet dir Gewinn.
Es kann dich hoch ergetzen
Vor allen reichen Schätzen,
Es kann vor allen Sachen
Dich ewig selig machen.
Fang' in der Kindheit an,
Zu dienen deinem Gott;
Hingeh'n auf seiner Bahn
Lässt werden nicht zu Spott.
Erhebe deine Sinnen
Und bess're dein Beginnen
Nach deines Gottes Worten;
Das thut dir auf die Pforten.
Kein besser Labesal
Ist in der ganzen Welt.
Dies tröstet überall,
Macht einen Christen-Held.
Besuche Gottes Tempel
Nach deines Herrn Exempel,
So wird dich Gott ergetzen,
Ins Reich der Zier versetzen.