Die Blume

J. Amon

Traurig, einsam welkst du hin,

Blume, Schmuck der friedlich stillen Gründe!

Deine Blätter, farbenlos,

Sind ein Spiel der Winde.

Eine Sichel mäht uns ab,

Einem Gotte müssen wir uns fügen.

Du verlierest Blatt um Blatt,

Wir Vergnügen um Vergnügen.

Ach! der umgetrieb'ne Mensch,

Sattgetäuscht von Liebe, Glück und Ruhme,

Seufzet! Was ist nichtiger,

Leben oder Blume?