Ständchen aus der OperetteDie Hochzeit nach dem Tode
J. Amon
Schläfst, Feinsliebchen? Alles düstert,
alles liegt im Arm der Ruh',
nur der treue Buhle flüstert
leise noch der Trauten zu.
Späher-Augen sind erblindet,
nur am fernen Himmelsplan
wacht der Liebe Gott und zündet
seine tausend Lämpchen an.
Hörst du nicht den Klang der Laute,
Liebchen? Liebchen, hörst du nicht,
wie der herzgeliebte Traute
zärtlich bittend zu dir spricht?
Lass die weichen Eiderdaunen,
komm, es harrt der Buhle dein;
eh' das Morgenrot erschienen,
bist du mein, und ich bin dein.