Der Abend
J. André
Im Abendschimmer wallt der Quell
Durch Wiesenblumen purpurhell,
Der Pappelweide wechselnd Grün
Weht ruhelispelnd drüber hin.
Im Lenzhauch webt der Geist des Herrn!
Sieh! Auferstehung nah und fern,
Sieh! Lebensodem, Schönheitsmeer,
Und Jugendfülle ringsumher!
Ich blicke her, ich blicke hin,
Und immer höher schwebt mein Sinn!
O Tand sind Pracht und Gold und Ruhm,
Natur, in Deinem Heiligthum!
Von dir gedrückt ans Mutterherz
Hebt sich die Seele sonnenwärts,
Des Himmels Ahndung den umweht,
Der deinen Liebeston versteht!