Es segelt sanft auf Silberwogen
J. Baroni-Cavalcabò
Es segelt sanft auf Silberwogen
Im Schneegewand der hehre Schwan,
Gesanglos ist er lang gezogen
In stummer Lust auf seiner Bahn;
Jetzt da der Pfeil sein Herz durchdrungen,
Da ihm der Tod im Busen glüht,
Was in der Freud' er nie gesungen,
Er singt's im Somerz: sein erstes Lied! --
Und so, ob auch ein Kranz von Leiden
Die Dornenarm' um's Herz mir schlang;
Singt doch mein Lied der Liebe Freuden,
Der Liebe Lust bleibt mein Gesang;
Ob den Vernichtungskeim ich fühle,
Ob todeswund auch meine Brust,
Ob mir der Pfeil im Herzen wühle,
Im Schmerz sing' ich der Liebe Lust!