Mein Schifflein treibt inmitten
J. Beschnitt
Mein Schifflein treibt inmitten
der weiten Wasserbahn;
die Wellen schlagen rauschend
an meine Barke an.
Die Flut schäumt in den Nachen,
sie spült darüber hin;
o spülte sie die Liebe
aus Herzen mir und Sinn!
Kein Feuer is so mächtig,
dass es die Lieb' verbrennt',
kein Sturmwind ist so brausend,
dass er sie brechen könnt'.
Es ist ein altes Liedlein,
der Schiffer singt's dem Wind,
der Jäger singt's dem Walde,
gelernt hat's jedes Kind.
Der Wand'rer singt's am Wege,
der Hirte auf der Hut:
Was Liebe hat verbrochen,
macht nur die Liebe gut!