Blumengruss
J. Böie
(Er.)
Ich fliehe mit meinen Träumen
Hinaus in der Berge Ruý,
Und pflüge des Waldes Kinder,
Und sende dem Liebchen sie zu.
Zu ihr sollt ihr schüchternen wandern,
Sie küßt euch -- o selige Lust --
Statt meiner sollt ihr euch schmiegen
An ihre klopfende Brust.
Und kommt Ihr auch trauernd und schmachtend
Zum Liebchen in's heimische Thal,
Erwacht ihr zu schönerem Lenze,
Glänzt euch ihrer Augen Strahl.
Dann sagt ihr: „So nah ist der Ferne,
„Daß blühend er dir uns gesandt,
„Denn nimmer verweltet die Liebe,
„Die dir zum Gruße uns wand!”