Der Mond in der Fremde

J. Böie

Sprich, bist du derselbe Mond,

Der daheim am Himmel thront?

Der des Abends oft so traut

In das Stübchen uns geschaut,

Wenn wir dicht beisammen faßen

Unter Plaudern, unter Spaßen?

Ach, der Mond,

Er war mein Freund.

Aber wenn ich dir ins Auge seh,

Schlägt mein Herz so bang und weh.

Mutter, Schestern, Jugendspiele,

Und der Fremde eis'ge Kühle

Dringen jetzt beim Mondenschein

Herzzersprengend in mich ein.

Bist wohl nicht der gute Mond,

Der am Heimathshimmel wohnt!