Rose und Quelle

J. Böie

Es stand an einer Quelle

Ein Röslein hold und fein,

Der Quelle strahlte belle,

Das mußte ja so sein;

Denn ihr im Innern lebte

Der Rose theures Bild,

Der Geist der Liebe schwebte

Auf dieser Quelle mild.

Wollt ihr die Rose kennen?

Sie ist mein Liebchen schön,

Die Quelle soll ich nennen?

Wollt nur in's Herz mir sehn,

Da ist sie zu erschauen

In reiner Silberpracht,

Drin Liebchens Augen blauen,

Und Liebchens Wange lacht!