Serbische Romanze
J. D'Alquen
Er sprach zu mir in vertraulicher Stund':
„Deine Wangen sind rot und dein keuscher Mund
wie die Blüte des Rosenlorbeers!“
Ich lachte, da sah er mich liebend an:
„Deine Stirn' ist weiß wie der Pelikan,
welcher nistet im rauschenden Rohre.“
Der Pelikan hat sich die Brust verletzt
und mit dem Blut seine Kinder geäzt!
Mein Liebster zog aus, und kampferhitzt
hat er für uns sein Blut verspritzt.
Da sucht' ich ihn auf und sah ihn an:
„Wie bist du so bleich wie der Pelikan,
welcher nistet im rauschenden Rohre.“
Da küsst' ich ihn weinend; „So bist du nun tot!
Wie quillt aus der Wunde dein Blut so rot
wie die Blüte des Rosenlorbeers!“