Verehrung

J. D'Alquen

Ich möchte dir so gerne sagen,

wie lieb du meinem Herzen bist,

wie um dich meine Lieder klagen,

nie meine Seele dich vergisst!

Du stehst so hoch, umringt von Schranken,

die dich mit Würd' und Glanz umzieh'n!

Nur in den schwebenden Gedanken

lieg' ich vor dir auf meinen Knien!

Muss ich, dir ferne, stets beklagen

die Ruh', die ich durch dich verlor?

Darf ich mich nie dir näher wagen,

rührt nie ein Liebeston dein Ohr?

So schweben dennoch meine Lieder

um dich und küssen deinen Mund!

So klingen meine Leiden wieder

bis tief in deines Herzens Grund!

Wird sich die Kluft auch nimmer füllen,

bleibt mein Gewinn hier nur Verlust,

wird nimmer sich das Sehnen stillen,

das hier bewegt die tiefe Brust,

Werd' ich dich stets im Herzen tragen

mit Treue, die sich nie ermisst,

und meine Lieder werden sagen,

wie lieb du mir im Herzen bist.