Reiche Beschäftigung

J. Doebber

Abends, wenn ich zur Ruhe geh',

Denk' ich an meine Grete.

Morgens, wenn ich früh aufsteh',

Mach' ich's wie abends späte.

Zwischendurch, so am Vormittag,

Denk' ich, was sie wohl treiben mag.

Mittags- aber und Vesperzeit

Sind dem Gedanken an sie geweiht.

Sagt mir nun um des Himmels Willen,

Wo bleibt mir die Zeit, meine Akten zu füllen?

"Ei, so setze die Nacht daran,

Nachts man trefflich schaffen kann!"

Ja, wie sollt' ich die Nacht versäumen?

Muß doch von meiner Grete träumen.