In die Veilchen

J. Eschmann

Kommt hinaus, laßt uns gehn,

Die Veilchen zu sehn!

Brauchst nicht erst zu schmücken

Dein nußbraunes Haar;

Winde Kränze darein,

Die der Frühling gebar!

Sieh dort in dem Schoos

Des Thals aus dem Moos,

Da blicken die Veilchen

So lieblich heraus --

Komm, pflück' dir geschwind

Die schönsten zum Straus!

Pflück' immer sie ab;

Sinkt doch Alles zu Grab!

Und ist es nicht besser

Am Herzen vergehn,

Als verwelkend allein

Am Grabe zu stehn?