Königstraum

J. Fischhof

Mir träumt', ich wär' ein König

und herrschte weit umher

und liebte in Leid und Wonne

die rauschenden Harfen sehr.

Und was ich an Schmerzen erfahren,

und was ich erfahren an Glück,

das brachte mein treuer Sänger

in Lieder mit leuchtendem Blick.

Die horchenden Ritter und Frauen

bewegte so Lust als Schmerz,

sie fühlten mit, was getroffen

ihres Königs Herz.

Erwacht, bin ich selbst ein König

und bin sein Sänger zugleich;

die Worte sind meine Harfen,

das Menschenherz mein Reich.