Die verzauberte Königstochter

J. Gall

Es schläft die Königstochter

verzaubert im Myrtengrün,

es glitt die gold'ne Laute

zu Füßen ihr dahin.

Ein unvollendet Liedchen

lächelt auf ihrer Wang',

die Lippen wollen sprechen

von Träumen, ach süß und bang.

Sie träumt, es dränge mutig

ein edler Rittersmann

durch Wildnis und Gefahren,

zu sprengen ihren Bann.

Doch ach! Der tapf're Ritter

ging irre im Zauberhain.

Verzweifelnd schaut er rückwärts

und ward verwandelt zu Stein.