Lied des Mädchens von Taman
J. Gall
Auf gewaltigen Wogen dort
durch das grüne Meer
weiße Schifflein schaukeln fort,
weiße Schifflein her.
Zwischen weißer Segel Glast
tanzt mein Kahn herbei;
hat nicht Flügel, hat nicht Mast,
doch führt der Ruder zwei.
Und wenn erwacht des Sturmes Braus,
wie schnell die Schiffe zieh'n!
Sie breiten ihre Schwingen aus,
hafenwärts zu flieh'n.
O, dann hört das Meer mich schon,
ruf' ihm grüßend zu:
Darfst nicht meinem Kahne droh'n,
böses Wasser du!
Denn es rudert durch die Nacht
der Liebste her,
und des kleinen Nachens Fracht
ist von Liebe schwer.