Am See
J. Gänsbacher
Es ruht in dunkler Nacht des Seees Spiegel,
der Himmel drückt hinein sein Sternensiegel,
rings breitet aus der Wald die grünen Arme,
als wollt er schützen ihn vor jedem Harme.
Hier findest du, o sturmbewegtes Herz,
das ausgeweint so manchen herben Schmerz,
dein längst ersehntes heimliches Asyl,
es schweigt der Wunsch, die bittre Qual wird still
und Friede, den hier leise rauscht die Welle,
wird dir zu Theil an dieser trauten Stelle.