Nachts
J. Gänsbacher
Vor meinen Fenster im Garten erblühet ein Rosenbaum
dort zwitschert ein Vogel leise, ich hör' es halb im Traum.
Es weht so schwül der Nachtwind, die Rosen duften herein,
das Singen des kleinen Gesellen dringt in mein Herz hinein!
Er jauchzt und weint und klaget, und lokt und kost und nekt,
bis er in meinen Herzen ein and'res Vöglein erweckt;
das Vöglein heisst die Sehnsucht, mein Herz es gefangen hält,
nun lösen sich seine Bande, es zieht in die weite Welt.