Ein Lied zu deinem Ruhme

J. Gauby

Ein Lied zu deinem Ruhme

Zu singen heb' ich an.

Liebliche Maienblume,

Du hast mir's angethan.

Nach edlen Blüthen darf ich schau'n

Auch über fremden Gartenzaun

Und mich daran erbau'n.

Es ist aus Gold gesponnen

Dein seidenweiches, Haar,

Deine Augen sind zwei Bronnen,

Lauter, tief und klar.

Wie Nelkenblüthe ist dein Mund.

Ach, dass ich ihn doch küssen kunnt!

Ich würde ganz gesund.

Durchwandert hab ich die Weite

Vom Nordmeer bis zum Po,

Fand aber keine Zweite,

So lieb und maienfroh.

Ich sah der Kaiserin Gesicht,

So schön wie dein's ist's lange nicht --

Ein Schelm wer's weiter spricht!