Nordland

J. Gessinger

Teergeruch, der alte liebe.

Muskeln werdet straff,

Daß mein frisches Boot ich schiebe

In das binsenweite Haff.

Schaukelt mich, ihr grünen Wellen.

Dommeln roren laut und leis.

Aus den Wassern Träume quellen.

Meine Wangen werden heiß.

Herzqualm, Pech in langen Strähnen,

Reusen, schlei- und aalbeschwert!

Wie sich meine Nüstern dehnen:

Heimatwasser, Heimaterd!

Braune Madeln, niddener Trachten,

Breite Brüste, blondes Haar,

Wie da meine Augen lachten:

Nordland, Du so wunderbar!