Aufbruch
J. Haas
O, du, Deutschland, ich muß marschieren,
o, du Deutschland, du machst mir Mut.
Meinen Säbel will ich schwingen,
meine Kugel die soll klingen,
gelten soll's des Feindes Blut.
Nun ade, fahr wohl, Feinsliebchen!
Wein nicht die Augen rot;
trage dieses Leid geduldig!
Leib und Leben bin ich schuldig,
es gehört zum Erstern Gott.
Nun ade, herzliebster Vater!
Mutter, nimm den Abschiedskußt.
Für das Vaterland zu streiten,
mahnt es mich nächst Gott zum Zweiten,
daß ich von euch scheiden muß.
Auch ist noch ein Klang erklungen
mächtig mir durch Herz und Sinn:
Recht und Freiheit heißt das dritte,
und es treibt aus eurer Mitte
mich in Tod und Schlachten hin.
O, wie lieblich die Trommeln schallen
und die Hörner blasen drein!
Fahnen wehen frisch im Winde,
Roß und Männer sind geschwinde,
und es muß geschieden sein.
O, du Deutschland ich muß marschieren,
o du Deutschland, du machst mir Mut!
Meinen Säbel will ich schwingen,
meine Kugel, die soll klingen,
gelten soll's des Feindes Blut.