August

J. Haas

Und wieder Herbst und Astern im Wind,

Herbstzeitlosen auf feuchten Wiesen,

Silberne Fäden wehen und fließen,

Reife Wehmut sonnt sich und sinnt;

Sinnt zurück über welkende Jahre,

Sinnt voraus über Ernte und Ende,

Und die müden Gedanken und Hände

Falten sich über die eigene Bahre.

Rückwärts den Blick, wie macht er erschlaffen!

Vorwärts die Kraft! das stärkt dich und hebt

Über dich selbst und was in dir lebt

Hin zu neuem Ernten und Schaffen.

Und so lang mich wanderbereit,

Gottes Augen taghell berufen,

Will ich, bis an das Ende der Zeit,

Freudig erklimmen die letzten Stufen.