Sonnenkraft

J. Hellmesberger

Wie Phöbus die Sänger in Wald und Thal

Im Lenze ladet zum Chore der Wonne,

So wecket Gesänge mit zündendem Strahl

Auch Dein Erscheinen, Du himmliche Sonne!

O neige Dein Ohr den herzlichen Grüßen,

Die Liebe Dir huldigend legt zu Füßen.

So wie sich die Pflanze erhält vom Licht,

Und dörret wenn Wärme ihr fehlet,

Verfällt auch die freundliche Kunst,

Wenn nicht die Sonne vom Thron sie beseelet.

O neige Dein Ohr dem redlichen Streben

Das wandelt zur Idealwelt das Leben.