Bergeinsamkeit, dein denk' ich sehnend manchen Tag
J. Hey
Bergeinsamkeit,
Dein denk ich sehnend manchen Tag,
Da ich in Blütenbüschen
Zur Frühlingszeit
Mit meinem Liebchen lag.
Der Lippen Spiel
Gab heißer jeden Kuß zurück;
Wir tauschten Blüt' um Blüte
Und hofften viel
Und glaubten an das Glück.
Was hofften wir?
Wir waren arm an Gut und Geld;
Das Glück ging mit den Winden:
Sie schied von mir, --
Und ich zog in die Welt.
O Bergesgrün,
Wie mag die Luft dort einsam wehn!
Verwachsen sind die Steige;
Die Blumen blühn
Und welken ungesehn.