Harr' aus!
J. Hey
Harr aus, mein Herz, wenn auch der Gram
Ins Leben dich getroffen,
Wenn auch entweicht in Grimm und Scham
Dein jugendliches Hoffen.
Führt auch dein Pfad aus Wald und Feld
Hinaus auf öde Haide,
Im Glücke trotztest du der Welt:
Nun trotz' ihr auch im Leide!
Nie hast du zag ein Glück versäumt;
Es folgt dir keine Reue:
Drum nicht von alter Zeit geträumt!
Schau vorwärts in die neue!
Lenzblumen brachst du sonder Mühn,
Und die gebrochnen starben.
Der Lenz ist hin; die Tage glühn:
Nun denk an deine Garben!
Und will auch dein erkühltes Blut
Kein künftig Heil mehr glauben,
Laß dir des Strebens freie Mut,
Des Schaffens Trost nicht rauben!
Bleib selbst dir treu, bleib dein bewußt
Im Leide wie im Zorne
Und falle, wenn du fallen mußt,
Als Held, die Wunden vorne!