Der Gondolier

J. Kalliwoda

Die Wogen schlagen schäumend

der Gondel blanke Wand,

der Gondolier hält träumend

das Ruder in der Hand.

Er führt zum Traualtare

die Dame tief betrübt,

die schon seit manchem Jahre

der arme Schiffer liebt!

Und wie die Glocken schallen,

da zuckt er in die Höh',

und seine Tränen fallen

wie Perlen in die See.

Ihn treibt's hinab zu springen,

noch einen Blick nach ihr;

die Grabesglocken klingen

dem armen Gondolier.