Der Schreiner

J. Kalliwoda

Ich baute dir den stillen Schrein

Und legte dich in duft'ge Spähne;

Jetzt schlag ich stumm die Nägel ein--

Zu jedem Nagel eine Thräne.

O Gott, wie jeder Hammerschlag

Mich schmerzt, als ober dich verwunde!

Mir ist, als ob von diesem Tag

Mein trautes Herz nicht mehr gesunde.

Sie tragen dich nun bald zur Ruh

Mit Glockenton und bittern Zähren.

O legten sie mich gleich dazu,

Es kann ja doch nicht lange währen!