Klage

J. Kalliwoda

Einsam! einsam! ja, das bin ich wohl!

Alles, was ich heiss umfangen

mit der Liebe Gluth verlangen,

lässt mich nun allein.

Traurig! traurig! ach das bin ich sehr!

denn die Lust, sie war zur Klage

um die schnell verrauschten Tage,

einer schönren Zeit.

Glücklich! glücklich! ja das war ich wohl!

als mich noch der Traum umschwebte,

dass die Liebe dich belebte;

nun ist er zerstört.

Hoffen! hoffen! nein das darf ich nie!

Liebe lässt sich nicht gebieten,

frei entkeimen ihre Blüthen,

frei, ja frei verwelken sie.