Schlusslied

J. Kalliwoda

Gesund und stark, dem Baume gleich

in seiner Jahre Blüte,

wie fühl' ich mich beglückt und reich

durch meines Gottes Güte!

Er stärkte und bewahrte mich

von allem Übel väterlich,

hat liebend mich geleitet

und Wohlsein mir bereitet.

O Vater, Preis und Dank dafür,

ja, Dank aus tiefstem Herzen!

O schenke auch die Gnade mir,

mein Heil nicht zu verscherzen!

Die Kräfte, die mich jetzt erfreu'n,

lass mich sie deiner Ehre weih'n,

mit ihnen Segen spenden,

durch sie mein Heil vollenden.

Ja, üben lass mich allezeit,

Herr, des Berufes Pflichten,

und, was dein Wille mir gebeut,

mit Freudigkeit verrichten!

Lass mich mit der verlieh'nen Kraft

stets tun, was Heil und Segen schafft,

was Glück und Wohlsein mehret

und dich, den Geber, ehret.

Von dir, o Herr, kömmt das Gedeih'n,

von dir die Kraft und Stärke;

nur du kannst Gnade uns verleih'n

zum Schaffen guter Werke.

D'rum fleh' ich demuzsvoll zu dir:

Bewahre lang' die Kräfte mir

und lass es mir gelingen,

viel Gutes zu vollbringen!