Sonntagsfeier

J. Kalliwoda

Seht aus des Himmels goldnem Thor

tritt unser Feiertag hervor!

Der Tag des Herrn! Der Tag des Herrn!

Sein Angesicht umstrahlt, umstrahlt

der Morgenröthe Licht.

Sei uns gegrüßt, du Tag der Ruh!

Den Müden hauchst du Labung zu,

das fröhlich stille Dörflein ruht

in deinem Schirm und ist dir gut,

das fröhlich stille Dörflein ruht

in deinem Schirm und ist

dir gut, dir gut.

Seht kommen uns im Festgewand!

Die Freude wallt an deiner Hand,

die Einfalt öffnet die die Thür,

und schmückt ihr stilles Hüttchen dir,

ihr stilles Hüttchen dir.

Du bist der Sonne Tag und Bild!

Wie sie mit Glanz die Erde füllt,

so strahlt dein holdes Angesicht,

der frommen Einfalt Freud',

so strahlt dein holdes Angesicht

der frommen Einfalt Freud',

ja Freud' und Licht,

Seht Bote Gottes bringest du

der stillen Erde Fried' und Ruh,

und schwebest auf der Himmelsbahn

den Brudertagen froh voran,

den Tagen froh voran!

O hebe du mein sehnend Herz

zu jener Heimat himmelwärts

einst durch der Morgenröthe Thor,

ein Engel schweb' auch ich empor,

einst durch der Morgenröthe Thor,

ein Engel schweb' auch ich empor,

auch ich empor.