Jägerlied
J. Kelz
Ihr Jäger, auf! Der Morgen
Ruft euch zum grünen Wald;
Vergeßt der Liebe Sorgen,
Der Schönheit Allgewalt.
Horcht, wie die Vögel schlagen,
Der flinke Castor bellt;
Wir wollen munter jagen,
Was in den Schuß uns fällt.
Hat auch der Gott der Liebe
Sein Jägergarn gespannt;
Dem losen Herzensdiebe
Entschlüpft jetzt aus der Hand.
Schön Liebchen mag sich wiegen
Im süßen Morgentraum;
Die raschen Jäger fliegen
Hin in des Waldes Raum.
Auf! laßt das Horn ertönen
Mit Kraft im grünen Hain;
Ein Lied von unsern Schönen
Soll sein Begleiter sein.
Schön Liebchen wird dann träumen
Von uns den süß'ten Traum,
Wird uns das Herz einräumen,
Und ahnden selbst es kaum.
Die Mägdlein sind gewogen
Dem flinken Weidemann,
Das Mündchen hat gelogen,
Das dies verneinen kann.
Vergeßt der Liebe Sorgen,
Die Liebe lohnt uns bald;
Ihr Jäger, auf! der Morgen
Ruft uns zum grünen Wald.