Der lieben Mutter zur guten Nacht!
J. Lang
Du hast ja lang dein Herz vorausgesendet
Und seiner ew'gen Heimat zugewendet,--
Und doch empfandest du ein leises Grauen:
"O furchtbar muß es sein, den Tod zu schauen!"
Da ist der ernste Bote leis gekommen;
Wie träumend hat der Herr dich hingenommen,
[Und stille dich gelegt zu sanfter Ruh.--
Gut' Nacht, gut' Nacht,] geliebte Mutter, du!
Und ist's vorbei mit unserm Glück und Lieben?
So tief verhüllt ist's über'm Grabe drüben.
Nur Eine Stimme ruft mir tröstend zu:
Für Gottes Volk bereit ist eine Ruh.
Sie werden bei dem Herrn sein allezeit,
[Nicht Leid, nicht Thränen mehr in Ewigkeit;
So schließ' getrost] die treuen Augen zu,
Gut' Nacht, gut' Nacht, o liebe Mutter du!