Duett

J. Lang

Ich liebe dich

So inniglich,

Ich kann es nicht beschreiben,

Und ewig soll

Mein Herz so voll

Von deinem Bilde bleiben,

O könnt' ich doch

Ein Jährchen noch

In deinem Arme leben,

Dann wollt' ich [ja

Fern oder nah]

Vor keinem Schicksal beben.

Der Reiz verblüht,

Das Leben flieht,

Ach, leider! Ungenossen;

Der Augenblick

Kömmt nicht zurück,

Der ungenützt verflossen.

Bedenke das,

O siehe, nass

Mein Aug' an deinem hangen,

Und liebst du mich,

So wie ich dich,

Gewährst du mein Verlangen.

Umsonst versuch'

Der Tod, zum Bruch

Der Treu' mich zu verleiten;

Der Liebe Glut

Durchwallt mein Blut

Durch alle Ewigkeiten.

Der Hölle Schmerz

Selbst höhnt das Herz,

Genoss es diese Freuden:

Ja, es verlacht

Der Götter Macht

Trotz allen künft'gen Leiden!