Sehnsucht

J. Lang

Ohne dich wie lange

Wird mir Stund' und Tag!

Leer und öd' und bange

Was ich schauen mag.

Unser Hain der Liebe,

Der so froh mich sah,

Ist mir stumm und trübe,

Denn du bist nicht da.

Ich geh' hin und suche

Deiner Tritte Spur,

An der holden Buche,

Unsrer treuen Flur,

Rufe dich die Meine,

Glaube dich mir nah,

Sinke hin und weine;

Denn du bist nicht da.

Hör' ich dann von weitem

Deiner Stimme Klang,

O wie wird im Busen

Mir das Herz Gesang.

Bebend, wenn mich deine

Zarte Hand berührt,

Wird aus deiner Lippe

Mir der Geist entführt.