Sehnsucht nach der Heimath

J. Lang

Irrend im fremden Land

Müde und unbekannt,

Schau ich zum Heimathglück

Sehnend zurück!

Bin von der Meinen fern,

Wäre wohl dort so gern,

Wellen im Strome dort

Wälzet mich fort!

Einsam das Auge thrän't,

Kalt mich die Freud angähnt,

Herzen, für Liebe stumm,

Um mich herum!

O, wie zieht's mich von hier,

Heimath zu dir, zu dir,

Aar in den Lüften dort

Trage mich fort!

Irrend im fremden Land

Nach meiner Freunde Hand,

Wahr und voll treuem Sinn,

Sehn' ich mich hin!

Freudenlos ohne Lust,

Klaget die kranke Brust,

Winde im Haine dort,

Wehet mich fort!

Ach, wie im tiefsten Wald

Brauset der Sturm so kalt,

Liebchen, in deinem Arm

Wär mir so warm!

Glühend an deinem Herz,

Zög' es mich himmelwärts:

Sturmwind im Walde dort,

Reiße mich fort!