An Laura

J. Lauer

Der schwüle Tag hat sich verloren,

Die Nacht ist hier:

O Laura! was dein Mund geschworen,

Das halte mir.

Sieh jenes Dach von Rebenblättern,

Wo niemand lauscht,

Wo du mit mir, vor allen Göttern,

Dein Herz vertauscht.

In diese Laube laß uns schleichen,

Die Venus schützt,

Auf der (für uns zum guten Zeichen!)

Ihr Vogel sitzt.

Dann blicke Luna nach uns beyden

Von ihrem Thron,

Und seufze bey so vielen Freuden:

Endymion!