An meine liebe Emilie
J. Lauer
Der geliebten Hand berühren,
Selig, wer dies Glück empfand!
Fantasien, ach! entführen
Seinen Geist in Feenland.
Stunde, die ich ewig preise,
Als die Hand zum erstenmal,
Wie so schüchtern! wie so leise!
Sich zu Ihren Händen stahl:
Als allmächtiges Verlangen
Mein Gesicht nach Ihrem bog,
Und die Wärme ihrer Wangen
Näher mir und näher flog.
Ha! da bebt mein Herz entgegen,
Alle Geister wurden wach,
Klopften wild, mit raschen Schlägen,
Ihres Pulses Schlägen nach.
Unruh schwamm in meinen Blicken;
Unverfärbt blieb Ihr Gesicht;
Sie, geschaffen zum Entzücken,
Ahndete das meine nicht.