Regen
J. Marx
Regen sinkt auf die Stadt,
und mein Herz steht in Tränen.
Ich weiß nicht, was es hat:
mein Herz ist voll Sehnen.
Das ruhige Regenklopfen
auf den Dächern und Gassen.
Leise trommeln die Tropfen:
Verlassen, verlassen!
Warum nur muss ich weinen?
Mein Herz ist am Verscheiden.
Warum? Ich weiss ja keinen
Grund, solchen Gram zu leiden!
O das ist bitt're Pein:
so sonder Lieb und Groll
unsäglich traurig sein,
das Herz von Tränen voll.