Im Himmel is herrlich

J. Modl

Heut' Nacht hat mir 'tramt, dass im Himmel ich bin.

Der Traum war wirklich kurios.

Und was i dort g'seh'n hab' liegt mir noch im Sinn,

ich werde den Eindruck nicht los.

Der Empfang, der war herrlich, der Glanz und die Pracht,

und all die Bekannte dazua;

die Sonne hat g'schienen bei Tag und bei Nacht,

von Traurigkeit nirgends a Spur.

Ja im Himmel is herrlich,

im Himmel is schön,

denn ich kann's behaupten,

denn ich - ich hab's g'seh'n!

Vor der Himmelstür, hat mir geträumt, dass i steh';

hab' an'klopft und g'fragt: Därf i h'rein?

Der Petrus, der war a sofort in der Näh',

und Engerln a Menge - pickfein!

A paar davon hab' i von früher her 'kennt;

das Wiederseh'n vergess' ich nie!

In der Kärntnerstraß' sans' seinerzeit ummag'rennt,

die Kathi, die Laura, d'Marie.

Ja im Himmel is herrlich

etc.

Die Eva, die hat einen Äpfelstand drob'n;

ihr G'schäft heute noch reüssiert.

Der Adam, der hat mich - Sie, das muaß i lob'n -

ins himmlische „G'müatliche“ g'führt.

Dort war's eine Gaude, gar net zum Beschreib'n,

die Weana war'n alle beinand.

Hörst, Adam, da will i in Ewigkeit bleib'n,

I schrei glei: Verkaufts ma mein G'wand!

Ja im Himmel is herrlich

etc.

Den Josef, den keuschen, den hab' i a g'seh'n,

der hat ma erzählt von sein G'frett.

Von der Putiphar is das a wirklich net schön -

sein Mantel hat er allweil no net.

Auf amol, da kracht's, aus'n Bett bin i g'fall'n,

werd' munter - vorbei war die Freud'.

Der Traum war der herrlichste sicher von all'n,

d'rum sag' ich auch zu jeder Zeit:

Ja im Himmel is herrlich

etc.