Den Lenz lass kommen
J. Müller-Hermann
Den Lenz lass kommen, wenn er mag,
Im grünen Kleide,
Mit tausend Vöglein in Busch und Hag;
Wenn Blumen blühn
Auf der weiten Haide,
Wenn alles, was schön,
Über Täler und Höhn
Hinflattert und schwebt mit Freudengetön,
In Gärten sprießt und sich birgt in die Wälder,
Seinen Duft hinwälzt über Wogen und Felder -
Was gilt es mir?
Mein Herz ist weder Blatt noch Blüte,
Dem Frühling schließt sich mein Gemüte,
[Es steht in seines eig'nen Lenzes Bann -
Wann kommt der, wann?]