Widmung

J. Müller-Hermann

In deiner Näh' ist Frieden,

Da werden alle Schmerzen still,

Und was voll tiefern Sehnen

Aus mir hinauf zum Lichte will,

Verwandelt deine liebe Hand

In ein gesegnet Glückespfand.

Draußen der Lenz lockt mich so hold,

Wie wenn ein alter Traum neu mir erblühen sollt',

Als ob der Glanz farbiger Glut

Hell meine Liebe grüßt, mild ihre Tränen flut.

In feuchter Schleier Wellen

Verschwinden will mein schmaler Pfad.

Mir ist, wie wenn von ferne

Die Dämmerung sich leise, leise naht.

Als ob um mich schon Nacht sich neigt,

Ein lichter Stern den Weg mir zeigt:

So schreit' ich fort in dunkeln Land

Und lasse nimmer deine liebe Hand.