Allein

J. Netzer

Ich bin allein!

Bin in die Fremde weit verbannt,

Wo nichts dem Fremden anverwandt,

Aus meinem lieben Vaterland.

Wer faßt die namenlose Pein?

Ich bin allein!

Bin von den Freunden weit getrennt;

Hier, wo mich keine Seele kennt,

Wer faßt die Sehnsucht, die mich brennt

Ins wundgeschloss'ne Herz hinein?

Ich bin allein!

Doch nein! Erinn'rung bess'rer Zeit

Und Hoffnung, daß sie sich erneut,

Mir ewig frische Rosen beut;

Mit diesen Zwei'n bin ich -- o nein!

Nicht ganz allein.