Die Sterne leuchten durch die Nacht

J. Netzer

Die Sterne leuchten durch die Nacht

In weiten, stillen Raum,

Nur mich, der ich an Dich gedacht,

Beglückt kein sanfter Traum.

Du liegst wol jetzt in tiefer Ruh,

In süßem Traum versenkt,

Und freundlich schwebt deß Bild Dir zu

Dem Du Dein Herz geschenkt.

Auch ich, der ich Dir ferne bin,

War einst Dir werth und lieb,

Und Deine Liebe schwand dahin,

Wie treu ich Dir auch blieb.

Doch treu bin ich Dir noch vereint

Zu meiner eig'nen Qual,

Und wenn Dein liebes Bild erscheint,

Grüß' ich es tausendmal!